Zwischen den Welten – Ein Tag im Schulbegleitungsalltag

Es ist 7.45 Uhr, der Schulhof füllt sich, und irgendwo dazwischen steht die Schulbegleitung. Nicht ganz Lehrkraft, nicht ganz Elternteil, nicht ganz Sozialarbeiter – und doch irgendwie von allem ein bisschen. Wer diesen Job macht, sitzt selten auf einem Stuhl, dafür meistens zwischen mehreren. 

Der Tag beginnt oft noch vor dem ersten Klingeln.

Ein kurzer Austausch mit den Eltern, ein „War gestern alles gut?“ – eine einfache Frage, die meist viel mehr meint. Man nickt, beruhigt, merkt sich ein paar Dinge für später und begleitet das Kind ins Schulhaus.

Im Klassenzimmer geht es direkt weiter. Die Lehrkraft erklärt die Aufgabe, der Kaffee ist längst kalt, das Kind sucht sein Mäppchen und der Sitznachbar kaut auf etwas, das definitiv kein Pausensnack ist. Irgendwo dazwischen taucht noch eine Rückfrage auf, die geklärt werden sollte. Nicht dringend, aber wichtig. Wie so oft.

WIR FÜHLEN

„Zwischen den Stühlen zu sitzen ist nicht bequem. Aber manchmal fühlt es sich genau dort richtig an.“

Luca Holm

Man bleibt ruhig. Irgendwie.

Hilft beim Ankommen, erinnert leise an die Aufgabe, fängt kleinen Frust ab. Ein Blick, ein Nicken, ein „Ich bin da“. Vieles läuft parallel.

Der Vormittag vergeht. Nicht alles klappt, manches besser als gedacht. Das Kind schafft etwas allein, braucht bei anderem Unterstützung. Kein großer Moment – aber ein wichtiger.

Am Ende des Tages gibt es keinen Applaus.

Kein sichtbares Ergebnis. Aber das Kind geht ruhiger nach Hause als am Morgen. Und morgen beginnt es wieder. Gleich. Anders. Und doch vertraut.

Zwischen den Stühlen zu sitzen ist nicht bequem.
Aber manchmal fühlt es sich genau dort richtig an.

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